Ad multos annos Frau Hofrätin Direktorin DI Maria Truppe-Fischer!

Ad multos annos Frau Hofrätin Direktorin DI Maria Truppe-Fischer!

30.08.2017, 21:16
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Unsere sehr geschätzte Frau Direktorin Maria Truppe-Fischer tritt mit 1. September mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand ein. Die Schulgemeinschaft verabschiedete sich mit einem wundervollen Sommerfest bereits am 5. Juli. In einem auf sie umgetexteten Lied sangen Lehrer und Angestellte treffend: „Heute ist ein besonderer Tag für Maria, die jeder gern mag! Ihren Charme, Humor und ihren Witz, lieben alle Freunde in Pitz. Sie wird uns fehlen!“

Frau OStr. Prof. Mag. Henrike Trattnig ehrte Frau Direktorin Maria Truppe-Fischer mit folgender berührender Laudatio:

Meine Damen und Herren, werte Frau Hofrat, liebe Maria!
Es ist mir eine Ehre und Freude, heute zu Deinem Abschied einige Gedanken zu spinnen. Es soll keine Rede zum Abschied werden; das erinnert mich zu sehr an die Rede zum langen Abschied von Handke. Es soll auch keine reine Laudatio werden, denn das scheint mir zu kurz, zu eng gegriffen für Dich, für eine Frau, die neben den beruflichen Aktivitäten auf beachtliche Meilensteine zurückblicken kann:

– Du hast die gastgewerbliche Konzessionsprüfung inklusive Ausbilderprüfung abgelegt.
– Du hast am Europäischen Chemielehrerkongress teilgenommen.
– Du bist geprüfte Fastenleiterin.
– Ab heute findet hier in Klagenfurt wieder der Ingeborg Bachmann-Wettbewerb statt. Ich habe Dich, liebe Maria, als sehr kunstinteressierte Kollegin kennengelernt, egal um welche Sparte es sich handelte. Es war ja nicht von ungefähr, dass Du von 1998 an einige Jahre das Internationale Holzbildhauersymposium in Sattendorf am Ossiachersee organisiert hast.
– Du warst Lehrbeauftragte für den Bereich Ernährung und Diätetik für die Altenbetreuerausbildung des Hilfswerk Kärnten.
– Einige Jahre warst Du im Gemeinderat der Marktgemeinde Treffen tätig.
– Zusammenfassend kann man sagen, dass Du immer Deine künstlerischen, politisch gesellschaftlichen und sozialen Seiten ins Spiel gebracht hast.

Also, mit dem Begriff Rede zum Abschied kann ich mich schon deshalb nicht anfreunden, weil er so etwas Endgültiges impliziert. Das kann ich mir schwer vorstellen, und ich glaube, auch den Kolleginnen und Kollegen ergeht es so! Was aber so einen Abschied erträglich macht, sind die gemeinsamen Erinnerungen- und deren gibt es etliche!
Die Älteren unter uns – so viele sind wir zwar nicht mehr, nur noch wenige Auslaufmodelle, aber noch vorhanden!- erinnern sich gerne.
Liebe Frau Hofrat, liebe Maria, wir beide kennen uns nun schon 39 Jahre, und ich erinnere mich gerne an die gemeinsame Arbeitszeit.
– Ich erinnere mich, dass Du am Beginn Deiner schulischen Karriere dazu „verdonnert“ wurdest, sämtliche Gegenstände zu unterrichten: Ernährungslehre und Lebensmitteltechnologie, Chemie und chemisches Labor, Küchenführung und Lebensmittelverarbeitung, Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen, Biologie, Pflanzenbau, Projektmanagement und Erzieherdienst. Hofrat Koll kannte kein Pardon; es „reflektierte“ ihn nicht!
– Ich erinnere mich, dass Du einige Zeit die Leitung des Erzieherdienstes inne hattest und auch die Leitung des Internatsküchenbereiches.
– In den Jahren 1988/89 warst Du mit der Planung und Errichtung des Chemie Labors betraut.
– Ich erinnere mich, dass Du zwischen 1983 und 2005 Mitglied und Obfrau des Dienststellenausschusses warst und einige Sträuße für uns gefochten hast.
– Bevor Du ab dem 7. März 2007 Direktorin der Schule wurdest, hast Du an diversen Lehrplanerneuerungen, in den verschiedensten Arbeitskreisen teilgenommen.
– Ich erinnere mich auch gerne an unser samstägliches „Nachsitzen“- wir hatten einfach mehr Zeit mit- und füreinander. Wir können alle feststellen, dass sich der Lehrberuf sehr verändert hat. Es hat sich auch vieles verbessert. Frau Hofrat, liebe Maria, Du warst immer interessiert an neuen Dingen, hast versucht, sie uns schmackhaft zu machen. Immer ist es Dir nicht gelungen: Wir waren einfach nicht so schnell wie Du!
– Ich weiß, die Schule Pitzelstaetten war Dir immer ein Anliegen. Kein Wunder, Du warst ja auch die längste Zeit deines Lebens mit ihr verbunden: als Schülerin, als Lehrerin, als Direktorin.
Werte Frau Hofrat, liebe Maria! Was aber mit all Deinen Aktivitäten verbunden ist, ist wohl Dein Engagement und Dein Verständnis für all jene, die hier an dieser Anstalt ihren Arbeitsplatz hatten und haben, Schüler und Schülerinnen mit einbezogen.
Du hast für Deine Nachfolge die Latte hochgelegt, was ein konstruktives Arbeiten in einem guten Klima betrifft. Ich will nicht sagen, in einem „zufriedenen“ Klima, denn ein solches hätte uns nur beschaulich und träge werden lassen- der Tod für jeden Betrieb!
Frau Hofrat, liebe Maria! Je länger ich nachdenke, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass Du nur zu beglückwünschen bist:
– Du kannst das Gefühl genießen, viel geschafft zu haben,
– Du kannst gewiss sein, dass viele Menschen sich an Dich erinnern werden.
– Du kannst in Vorfreude neue Türen öffnen, Du stehst ja an einer Wegbiegung, neugierig bleiben- das warst Du übrigens schon immer!. Schon als Kollegin hast Du uns mit Deiner Neugier und Deinem Enthusiasmus oft angesteckt- manchmal auch überfordert! Aber das „reflektierte“ Dich nicht!

Frau Hofrat, liebe Maria!
Damit sich alle Deine Wünsche erfüllen, wünsche ich Dir beste Gesundheit, viel Freude mit Deiner Familie und Freunden, einen Blick in den Heller´schen Garten in Marokko!
Sei Du nicht traurig, dass Du uns verlässt – obwohl wir schon ein wenig darum bitten würden!

Es nützt nichts: Jedes hat seine Zeit!
Liebe Maria! AD MULTOS ANNOS!

Verabschiedung 5. Juli 2017 – Ein Rückblick in Bildern