Gesundheitstourismus als Motor für die nachhaltige, ländliche Entwicklung

Auszeit nehmen am Peintnerhof, im naturbelassensten Tal Europas und in der weltweit ersten Slow Food Travel Region.

Am 30. September hat der 5PMR im Rahmen des Gegenstandes Regionaltourismus mit ihrem Klassenvorstand Frau Ukowitz und Frau Ebner den Auszeithof der Familie Unterguggenberger in Niedergail besichtigt. Das Lesachtal zeigte sich von seiner schönsten Seite und bei strahlendem Sonnenschein wurden wir mit selbsterzeugten biologischen Produkten empfangen. Nach der ersten Stärkung mit Käsebrot und Speckbrot vom Mangalitzaschwein und erfrischendem Hollundersaft, gingen wir in die Wollstube. Dort zeigte uns die Familie die vielfältigen Möglichkeiten der Produkte aus der Wolle vom Brillenschaf.

Anschließend hielt Herr Dr. Lexer im Seminarraum, gebaut aus Holz, einen beeindruckenden Vortrag zum Thema „Der gesundheitsfördernde Lebensstil“. Ziel soll sein, das Alter ohne Krankheit zu erleben. Dazu gehören nicht nur gesunde Lebensmittel, sondern auch Bewegung und seelische Gesundheit.

Zahlen, die zum Nachdenken anregen, laut Dr. Lexer.

In einer Handvoll Ackererde leben 8 Mrd. Mikroorganismen, in einem ha gesunder Ackererde leben 8 Mil. Regenwürmer und Monokulturen haben davon nur mehr ca. 10%.

Das anschließende Mittagessen war ein Streifzug der hofeigenen Produkte mit Kürbiscremesuppe, Kärntner Urforelle, Lammfleisch und zum Dessert verwöhnte uns Frau Unterguggenberger noch mit Schlipfkrapfen.

Waldbaden

Beim Spaziergang durch den Wald führte uns Herr Dr. Lexer die Achtsamkeit vor. Wer in den Wald geht, tut etwas für die Gesundheit. In Japan zählt es schon seit Jahrzehnten zur ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge. Entgegen dem „normalen“ baden, benötigt man beim Waldbaden kein Handtuch, sondern einfach nur die eigenen Sinne. Nach einem Waldbad fühlt man sich wie neugeboren, entspannt und kann Probleme besser lösen.

Vor der Heimfahrt stärkten wir uns noch mit Kaffee und Reindling und dann hieß es Abschiednehmen von Menschen, die mit ihrem Hof und Tal stark verwurzelt sind. Frau Unterguggenberger ist überzeugt, dass kleinstrukturierte Landwirtschaft mit speziellen Nischenangeboten Zukunft hat und nur wer authentisch ist, kann auch glaubwürdig sein. Ihre Vision schöpft aus den Wurzeln traditioneller Landwirtschaft und Lebensformen. Für die Familie bedeutet traditionell das Feuer hüten und nicht die Asche aufbewahren.

OSR Ing. Karin Ebner

Veröffentlicht am 05.10.2019

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