Biodiversität - mehr als Artenvielfalt

Am Montag, dem 26.04.2021 hatten wir die Möglichkeit, eine praktische Einheit zum Thema Biodiversität bei DI Wolfgang Ressi zu besuchen. Gemeinsam mit Frau Prof. Amalia Ukowitz und Herrn DI Wolfgang Ressi hatten wir eine Woche zuvor im Fach LESG BIOLOGIE bereits einige Stunden im Online-Unterricht absolvieren können. Diese Woche konnten wir unser Fachwissen im Freien praktisch unter Beweis stellen. Dabei ließen wir uns die Möglichkeit selbst bei stürmischem und regnerischem Wetter nicht nehmen.

Anfänglich starteten wir mit einer Diskussionsrunde über unsere Einstellung zur biologischen Vielfalt und über Themen der letzten Stunde. Hierbei kamen einige interessante Aspekte zum Borkenkäfer, zu Grünland-Brücken als auch zur Landschaftsvielfalt sowie vielen weiteren Bereichen auf. Ein größeres Thema unserer Runde war das häufige Vorkommen sowie die Auswirkungen von Neobiota (=Lebewesen, welche nach 1492 in ein Gebiet gelangt sind, in dem sie nicht natürlich vorkamen) auf ein bestehendes Ökosystem. Außerdem sprachen wir über den Zusammenhang aller Ökosysteme samt Lebewesen als zusammengehöriges großes Ganzes. Dabei ist das Vorhandensein jeder Tier- und Pflanzenart wichtig, um einen Kollaps zu verhindern. Stirbt eine Tier – und/oder Pflanzenart, steht dies meist im Zusammenhang mit dem Rückgang vieler anderer Arten. Weiters zeigte er uns wie Landwirte einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität, in Form von Monitoring und Dokumentation, leisten können. Das Monitoring sieht vor, an einem fixen Ort jährlich zu den phänologisch gleichen Zeitpunkten, Indikatorpflanzen zu erfassen und diese daraufhin auf mögliche Veränderungen zu vergleichen. Dies geschieht mittels Pflockes und einer 5 Meter langen Schnur, welche man rund um diesen Pflock zieht, um eine Fläche für die Dokumentation zu erhalten. Auch Personen ohne landwirtschaftlichen Hintergrund sind in der Lage Monitoring durchzuführen. Dies kann man auf der Seite der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) als auch auf diversen Apps durchführen.

Abschließend kann gesagt werden, dass die biologische Vielfalt ein wichtiges Thema ist, zu dem wir alle einen kleinen Beitrag, in Form unseres Konsums als auch im eigenen Garten, leisten können. Nach einer kurzen Abschlussrunde kamen wir mit mehr Wissen und Interesse an der Biodiversität zurück zum Alltag.

Wir genossen diesen informativen und lehrreichen Vortrag im Freien mit DI Wolfgang Ressi sehr und bedanken uns für diese vier Stunden Unterricht trotz Corona.

Gregor Pfeifenberger, Mack-Santana Leon, 3IUM

Veröffentlicht am 04.05.2021

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