Rund 100 Schülerinnen und Schüler sowie mehr als 70 Landwirtinnen, Landwirte und Fachinteressierte nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Veranstaltet wurden die Tage von der Innovation Farm gemeinsam mit der HBLA Pitzelstätten, der Landwirtschaftskammer Kärnten und dem LFI Kärnten.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Lösungen sinnvoll in bestehende Betriebsstrukturen integriert werden können. Gerade kleinstrukturierte Betriebe und Grünlandregionen stellen besondere Anforderungen. Deutlich wurde: Technik ist kein Selbstzweck, sondern muss arbeitswirtschaftlich sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und praktisch umsetzbar sein.
Fachvorträge beleuchteten unterschiedliche Bereiche – vom Einsatz automatisierter Systeme im Stall über digitales Datenmanagement bis hin zu Innovationen im Grünland und im Düngemanagement. Dabei wurde klar, dass moderne Technologien nur dann ihr Potenzial entfalten, wenn betriebliche Grundlagen sicher beherrscht werden und sich die Betriebsleitung aktiv mit den Systemen auseinandersetzt.
Ein praxisorientierter Stationenbetrieb am Nachmittag ermöglichte Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Stalltechnik, Herdenüberwachung und präzisen Feldbewirtschaftung. Die Teilnehmenden konnten sich direkt mit Unternehmen und Fachleuten austauschen und konkrete Anwendungen kennenlernen.
Die hohe Beteiligung und das große Interesse zeigen: Eine sachliche, realistische Auseinandersetzung mit Digitalisierung trifft den Bedarf der Praxis. Entscheidend bleibt, dass technologische Innovationen zum jeweiligen Betrieb passen und verantwortungsvoll eingesetzt werden.