Klimafitter Wald: Zukunftspreis für gelebten Klimaschutz an der HBLA Pitzelstätten

Große Freude herrscht an der HBLA Pitzelstätten: Unser Projekt „Klimafitter Wald“ wurde beim Rotary Klima- & Umwelt Award 2026 mit einem Zukunftspreis ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand am 10. Juni 2026 vor einem großen Publikum im Karolinger Saal in Moosburg statt.

Auszeichnung für ein zukunftsweisendes Schulprojekt

Der Rotary Klima- & Umwelt Award wird von den Kärntner Rotary Clubs gemeinsam mit dem Rotary District 1910 vergeben und hat sich in den vergangenen Jahren als bedeutende Plattform für junge Menschen etabliert, die mit innovativen Ideen zu den Themen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz Zukunft gestalten. Die Jury zeigte sich von der hohen Qualität und Umsetzbarkeit der eingereichten Projekte beeindruckt und zeichnete neben einem Leuchtturm- und einem Impulspreis drei Zukunftsprojekte aus. Einer dieser Zukunftspreise ging an unsere Schule für das Projekt „Klimafitter Wald“.

Stellvertretend für das Projektteam präsentierten unser Schulsprecher Erhard Brunner-Kometter (2AL) sowie Bianca Freithofnig (2B PMR) das Projekt bei der Preisverleihung in Moosburg. Mit ihrer professionellen und engagierten Vorstellung des Projekts repräsentierten sie unsere Schule hervorragend und zeigten eindrucksvoll, wie junge Menschen Verantwortung für Klima- und Umweltschutz übernehmen können.

Besonders stolz macht uns, dass mit dem Award das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler gewürdigt wurde, die sich aktiv mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinandersetzen und konkrete Lösungen für die Zukunft entwickeln.

Vom geschädigten Schulwald zum klimafitten Mischwald

Ausgangspunkt des Projekts war eine durch Sturmereignisse und Borkenkäferbefall stark geschädigte Fläche in unserem Schulwald. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Forstlichen Ausbildungsstätte (FAST) Ossiach entwickelten unsere Schülerinnen und Schüler die Idee, dort nicht einfach nur aufzuforsten, sondern einen klimafitten Mischwald zu schaffen, der den Herausforderungen des Klimawandels langfristig standhalten kann.

Bereits im Frühjahr 2025 wurden die ersten 1.200 Stieleichen gepflanzt. Von Beginn an waren die Schülerinnen und Schüler aktiv in Planung, Organisation und Umsetzung eingebunden. Das Projekt wurde bewusst so angelegt, dass es über viele Jahre hinweg weitergeführt werden kann.

Auch im Frühjahr 2026 wurde dieser Gedanke erfolgreich fortgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler der ersten Jahrgänge pflanzten weitere 1.000 Weiß- und Schwarzkiefern und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines vielfältigen und widerstandsfähigen Mischwaldes.

Lernen, Forschen und Klimaanpassung in der Praxis

Unser Projekt geht jedoch weit über das Pflanzen von Bäumen hinaus. Die Aufforstungsfläche dient gleichzeitig als Lern-, Forschungs- und Demonstrationswald. So werden unterschiedliche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel praktisch erprobt und wissenschaftlich begleitet. Bei der diesjährigen Pflanzung wurde beispielsweise ein Wasserspeichersubstrat eingesetzt, dessen Wirkung auf die Entwicklung der Jungpflanzen untersucht werden soll. Darüber hinaus werden verschiedene Verbissschutzsysteme miteinander verglichen, um wertvolle Erkenntnisse für die Praxis zu gewinnen.

Begleitet wird unser Projekt vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW). Die aufgeforsteten Flächen sollen langfristig wichtige Erkenntnisse darüber liefern, welche Baumarten und Maßnahmen für die Anpassung unserer Wälder an veränderte Klimabedingungen besonders geeignet sind.

Ein Projekt für kommende Generationen

Besonders wichtig ist uns der generationenübergreifende Charakter des Projekts. Jedes Jahr werden neue erste Klassen weitere Flächen aufforsten, pflegen und begleiten. Dadurch entsteht ein langfristiges Schulprojekt, das weit über die Schulzeit einzelner Schülerinnen und Schüler hinausreicht.

Die Auszeichnung durch den Rotary Klima- & Umwelt Award ist für unsere Schule eine besondere Anerkennung der bisherigen Arbeit und zugleich Motivation, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Mit dem Projekt „Klimafitter Wald“ entsteht nicht nur ein widerstandsfähiger Wald für kommende Generationen, sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen, Zukunft aktiv mitgestalten und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit entwickeln.

 

B. Wohlgemuth-Fekonja

Veröffentlicht am 22.06.2026

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